Das waren vier tolle Tage im Navotua Homestay. Aber die Anreise war eher holprig. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wir wurden nämlich nicht morgens um 6:30 Uhr abgeholt. Wir haben gewartet und gewartet. Irgendwann haben wir dann über die Rezeption einmal angefragt, wann sie kommen würden. Upps. Sie würden jetzt jemanden losschicken, um uns abzuholen. Das war um kurz nach sieben. Der Fahrer war dann um 7:20 da. Die Fähre sollte um 7:30 Uhr losfahren, bis zum Anleger sollte es 45 Minuten dauern. Äh, ja. Dann ging es mit dem Auto zum Fähranleger, die Fähre würde auf uns warten. Hat sie tatsächlich auch! Mit den ganzen armen Passagieren, die ebenfalls über eine Stunde auf uns warten mussten.
Angekommen dort, ging es auch direkt los. Aber nicht wie gedacht mit einem Katamaran, sondern eher mit einer Nussschale für 22 Personen. Tja, und dann sind wir damit drei Stunden über das Meer gedonnert. Und ich rede von wirklich krassen Sprüngen über das Wasser. Hier darf man nichts mit dem Rücken haben.
Nach drei Stunden wurden wir dann auf ein Fiberglasboot umgeladen. Dann ging es nochmal 20 Minuten über die See bis wir im Navotua Homestay ankamen. Gut durchgerüttelt, aber glücklich.
Die folgenden Tage waren faszinierend. Wir haben das echte Fiji kennengelernt. Jedes Essen gab es bei einer anderen Familie. Wir haben den Chief kennengelernt und die ganzen Kinder. Es war der Real Deal. Wir hatten eine eigene Bure (Hütte) nur für uns – mit Mäusen. Und Salamandern. Und unserem eigenen Hund. Dreifuß, der arme Kerl, hatte nur noch drei Pfoten. Aber er hat mir alles gezeigt und ist die vier Tage nie von meiner Seite gewichen.
Es war nicht das erwartete Fiji, mit weißem Sandstrand, blauem Meer und Cocktails. Greta hat sich direkt mit der Tochter des Chiefs angefreundet und durfte am nächsten Tag sogar den ganzen Tag am Schulunterricht teilnehmen. Wow. Für mich war es ein großer Schritt aus meiner Komfortzone. Unsere Toilette hatte direkten Blick aufs Meer und war schön windig.
Ich habe dort den schönsten Sternenhimmel gesehen und sogar eine Sternschnuppe. Der Himmel war einfach nur voller Sterne. So viele habe ich noch nie gesehen. Was ich aber auch nicht erwartet hatte, war der Wind. Es war wirklich stürmisch. Nur heute bei der Abreise war es angenehm windstill.
Werden wir wiederkommen? Ich weiß nicht. Ich hatte etwas anderes erwartet. Habe mich aber voll drauf eingelassen. Allerdings war die Rückreise genauso holprig. Wir sollten 24 Stunden vorher nochmal Bescheid geben. Wir haben mit dem Sohn des Königs gesprochen, ob dieser anrufen könnte… und dann mit dem und dem. Gefühlt hatten wir am Ende mit allen 37 Bewohnern des Dorfes gesprochen. Bis heute war mir nicht klar, ob wir heute wirklich abreisen würden. Es hieß nämlich zwischendurch, das Boot sei schon voll. Kein Platz mehr für uns.
Aber wir haben es geschafft. Die Rückreise war wieder holprig. Das ist wirklich eine Challenge. Greta war total traurig, ihre Freundin zu verlassen. Sie waren wirklich großartig zusammen. Setta hat ihr das Radschlagen und Klettern gezeigt: Baum hoch und runter. Aber das Schönste war, wie die beiden die ganze Zeit auf Englisch gequatscht haben.
Und nun sind wir wieder in Nadi und freuen uns auf Hawaii. Ich freue mich auf eine warme Dusche gleich. Die gab es nämlich nicht auf Nacula Island. Eine Nacht ohne Mäuse. Die sind ganz schön laut und frech. Ich hatte in einer meiner Jackentaschen eine leere Verpackung eines Müsliriegels, das fanden die Mäuse wohl lecker. Tja, nun hat meine Jacke ein schönes Loch. Aber was soll’s. Wer das echte Fiji erleben möchte, besucht diesen Homestay. Aber bitte mehr als vier Tage. Die Menschen dort waren wirklich herrlich. Und!!! Ich habe endlich richtigen Krebs gegessen. Neben Brotfrucht und Papaya.
Aber jetzt ist auch Schluss für heute!










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