Heute (also gestern) war der lang ersehnte Moment gekommen. Greta, Dania und ich waren bereit. Die Rucksäcke waren gepackt, und die Wohnung war an Malin und Björn übergeben. Wow. Da standen wir nun vor dem Hotel Lindner und warteten auf unser MOIA. Greta liebt es, MOIA zu fahren.
Dann ging es erst einmal um die üblichen Dinge: Check-in und Gepäckaufgabe beim Sperrgut.
Beim Check-in liefen plötzlich drei Orks im Terminal 1 herum. Sie hatten ein Kamerateam dabei und taten so, als wären sie Mitarbeitende des Flughafens. Haltet also die Augen für einen neuen Imagefilm des Flughafens offen! Verrückt. Durch die Sicherheitskontrolle waren wir in unter fünf Minuten – so schnell ging es noch nie. Greta war stolz wie Bolle, dass sie ebenfalls gescannt und kontrolliert wurde.
Und dann? Ja, dann war Warten angesagt – wie immer vor dem Abflug. Greta und ich haben uns die Zeit mit den Spielgeräten am Flughafen vertrieben. Da könnte der Hamburger Flughafen aber wirklich mal nachbessern. Wein, Bier und Brezeln gibt es an jedem Stand – na ja. Greta war trotzdem happy. Dania hat währenddessen den Mannschaftsflieger von Borussia Dortmund beobachtet. (Ist es von Hamburg nach Dortmund tatsächlich sooo weit??!)
Als wir dann endlich in unserem Cityhopper nach Amsterdam saßen, konnte Greta es kaum abwarten. „Wann geht es endlich los?“ O-Ton im Flieger: „Tschüss, Hamburg! Endlich geht es los! Bis in fünf Monaten! TSCHÜHÜÜÜÜSS! Ich freue mich so…!“ Ich war wirklich gerührt. Hatte sie mir doch am Freitag in der Kita immer wieder erzählt, wie toll ihr Hamburg sei und dass sie eigentlich gar nicht weg wolle – und nun diese Reaktion. Yes, alles richtig gemacht. Zweifel habe ich trotzdem noch. Trotz all der Zusprüche und der Gewissheit, dass es eine tolle Zeit wird. Herrje, das wird es – aber es wird auch eine Challenge für mich. Und?! Greta ist eben kein Baby mehr. Jetzt weiß sie, was sie will und was nicht. Diese Weltreise wird definitiv anders. Ich freue mich.
Nach zwölf Stunden Flug sind wir dann endlich in Hongkong angekommen. Ich hatte wirklich Respekt vor dem langen Flug, aber es war easy peasy lemon squeezy. Greta hat die Nacht durchgeschlafen und vom Flug nach Hongkong nur drei Stunden richtig mitbekommen – ein echtes Reisekind. Am Flughafen angekommen, flüsterte sie mir ins Ohr: „Endlich angekommen! Ich freue mich. Hoffentlich wohnen wir in einem Hochhaus.“ Dania konnte das direkt bestätigen. Und die Toilette am Flughafen fand sie besonders spannend, denn aus der Decke rieselten Kristallbilder auf das Waschbecken. Wow! „Tschüss, du kleines Musterlicht.“ Toll, wie unsere Kleine solche Details aufsaugt.
Und nun sitze ich hier also in Hongkong, im neunten Stock. Meine beiden Liebsten schlafen tief und fest. Ich halte mich auch gerade nur noch mit dem Schreiben wach – bin gerade beim Zubettbringen und Vorlesen mit eingeschlafen. Aber ich muss heute einfach schreiben, raus geht es dann erst morgen.
Denn, ihr kennt uns: Natürlich sind wir nicht im Hostel geblieben. Wir haben unsere Sachen abgestellt, nachdem wir entspannt mit dem Bus angereist waren. Im Bus gab es übrigens extra den Hinweis, man solle nicht laut miteinander reden. Ich sagte also zu Greta, sie solle bitte ein wenig leiser sein – in genau diesem Moment setzte sich eine Frau hinter uns und holte ihr Handy heraus, um Reels auf voller Lautstärke abzuspielen.
Wir waren zufällig in der Temple Street gelandet und schauten uns dort den Nachtmarkt an. Dass der berühmte Nachtmarkt nur 300 Meter von unserer Unterkunft entfernt ist, wussten wir gar nicht. Und was soll ich sagen? Während Dania und ich noch überlegten, was wir machen wollten, stand Greta bereits an einem Stand und sagte: „Ich will das hier probieren!“ Na, was könnte es sein? Richtig – selbst gemachter Birnensaft! Für mich gab es Guavasaft. Sehr lecker.
Dann brauchten wir natürlich noch etwas zum Abendessen. Für Dania gab es Dim Sum, und Greta entschied sich für Pancake Mango Soufflé. Mir war das ein wenig zu „normal“, also habe ich mich für Oktopus und Hühnerherzen vom Grill am Spieß entschieden – das war richtig lecker! Greta wollte direkt probieren, aber leider war es zu scharf. Sie war echt traurig.
Danach ging es noch fix zu einem CIRCLE K, denn Wasser wollten wir lieber aus einem Supermarkt holen.
Und jetzt gehe auch ich ins Bett… Das war ein langer Tag, und Dania ging mit den Worten ins Bett: „Ich weiß schon, was wir morgen machen.“ Ich liebe diese Frau! Gute Nacht.






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