Gemeinsam durch Hongkong

Liebe Leute, was ist das Beste auf der Welt für ein Kind? Genau, ein Spielplatz! Und nun dürft ihr raten, wo wir die ersten Stunden an unserem ersten Tag in Hongkong verbracht haben? Genau, auf einem Spielplatz. Greta war mega glücklich, denn zuvor waren wir beim Bäcker und haben uns dort ein Frühstück besorgt. Für Greta gab es einen Schokodonut mit Streuseln – eine echte Ausnahme und mein Fehler. Denn ich sagte zu ihr: „Du darfst dir aussuchen, was du möchtest.“ Und damit wurde es der Donut. Alles gute Zureden – zwecklos. Ich hatte ja gesagt: „Such dir was aus, und ich werde es kaufen.“

Auf dem Spielplatz hat Greta dann gezeigt, wie es läuft. Keine 30 Minuten später spielte sie mit Namsisam. Wer das ist? Ein kleines Mädchen aus Hongkong, und die beiden hatten mega Spaß. Die Kommunikation war anfangs schwer, aber stolz wurden die Kuscheltiere präsentiert, und dann wurde gemeinsam Wasser getrunken. Dabei wurde genau geschaut: „Was hast du für eine Flasche und wie trinkt man daraus? Und was hast du für ein Kuscheltier?“ Aber alles Schöne hat ein Ende, denn irgendwann ging Namsi nach Hause. Das war für uns die Chance. Wir machten uns auch direkt auf die Socken.

Dann ging es erstmal unter die Straße, um auf die andere Seite zu kommen. Danach hoch in die Luft, denn die Fußgängerwege sind hier unter und über den Straßen – mega toll! Man muss einfach nur die passenden Schilder finden. Unser Ziel: der Big Buddha. Vorher sind wir noch kurz zu 7-Eleven und haben dort Eier-Sandwiches gekauft. Wasser hatten wir schon in der riiiiiiiesigen Shopping Mall ELEMENTS besorgt. Was für ein toller Supermarkt! Weintrauben so groß wie Walnüsse. Und alles sah einfach so lecker aus.

Die Bahnfahrt Richtung Buddha selbst fand ich persönlich nicht sehr spannend – man steht vor einer Tür am Bahnsteig, die Bahn kommt, man steigt ein, und fertig. Durchsagen auf Kantonesisch und Englisch. Aber dann kam’s ganz schön dicke – Überraschung! In Tung Chung angekommen, sollten es laut Danias Recherche nur 268 Stufen zum Buddha sein. Nein, das war so nicht richtig. Erstmal lag vor uns eine mega Outlet Shopping Mall – kein Buddha in Sicht. Wir haben dann herausgefunden, dass man einen Bus oder die Seilbahn nehmen muss. Wir entschieden uns für den Bus. War ganz leicht – 30 Minuten, und wir waren da. Greta und Dania haben im Bus geschlafen, und das, obwohl es eine Bus-Achterbahn war! Bzw. ein Achterbahnbus – auf jeden Fall hat es heftigst geschaukelt. Hoch und runter, kreuz und quer. Und über Drempel und durch Schlaglöcher. Huuuuui! Ich hingegen habe mich die ganze Zeit gefragt: „Warum hast du eigentlich die ganze Zeit Japanisch gelernt, wenn es doch zuerst nach China geht?“ Naja, es klappt aktuell ganz gut mit Englisch und meinen Brocken Chinesisch.

Am Ziel angekommen, mussten Greta und Dania sich erstmal stärken. Ich habe mich währenddessen ein wenig umgeschaut. Voller Stolz kam ich zurück zu den beiden und meinte zu Greta: „Ich habe den Buddha gefunden!“ Darauf sie, ganz lässig: „Ich auch!“ und zeigte einfach nach oben. 268 Stufen mussten erklommen werden. Das sah schwerer und anstrengender aus, als es war. Oben angekommen haben wir uns den Buddha von innen und außen ganz genau angeschaut. Greta hat mir dann zwei chinesische Schriftzeichen beigebracht: „Mensch“ und „Himmel“. Ihr seht, es passiert genau das, was Dania und ich geplant haben – die Synapsen entstehen.

Nach dem Buddha haben wir noch einen kurzen Abstecher ins Po Lin Monastery gemacht. Viel Gold, viele Buddhas und betende Mönche. Dann war es aber auch genug für Greta. Sie wollte los – „Das ist doch alles langweilig hier!“ Hunger hatte sie auch. Sie sei sooooo hungrig. Das haben wir aber ganz schnell gelöst bekommen. Am Ausgang gab es Dumplings, und die wollte Greta essen. Problem gelöst.

Zurück wollten wir uns noch das Dorf Ngong Ping anschauen. Was ich als authentisches Dorf erwartet hatte, war einfach ein Dorf im Stil vom Heidepark. Hier war nichts echt. Und die Seilbahn war uns zu teuer. Also zurück zum Bus und wieder nach Hause.

Wir brauchten natürlich noch was zu essen, und da gab es ganz klassisch Sushi (was hier super günstig ist) und Instant-Nudeln. Lieben Gruß an Oma Grüni – mein Essen war das am wenigsten Schärfste. Und was durfte ich wohl am Ende aufessen? Genau, Danias feuerscharfe Nudeln – die waren dann natürlich kalt. Und Greta? Die hat mit Stäbchen Sushi gefuttert. Noch nicht 100%, aber sie will es unbedingt schaffen. Natürlich mit einer Stäbchen-Hilfe von Lukas und Lara. Tja, und dann war es auch schon 22 Uhr, und Greta ging ins Bett. Wir auch.

Heute… welcher Tag ist überhaupt? Kennt ihr das auch? Ja, heute ist Dienstag. Und das Unglaubliche ist passiert – Dania war vor Greta und mir wach. Gegen 9 Uhr muss das gewesen sein. Greta wollte einfach nicht aufwachen, und wir haben sie dann geweckt. Ich denke, das nennt man Jetlag. Dania passt sich immer enorm schnell an. Wir haben es dann erst um 12 Uhr aus dem Haus geschafft. Unser Ziel war die Avenue of Stars mit dem goldenen Schwein. Sind wir direkt dorthin gekommen? Nein.

Erster Stopp war im Coffee Shop. Dort gab es für uns erstmal einen Americano und für Greta ein frisch ausgebackenes Croissant. Damit waren wir wieder munter, und weiter ging es. Aber irgendwie haben wir uns dann auf den Signal Hill verlaufen. Eigentlich wollten wir zum Spielplatz, aber aufgrund einer großen Baustelle war der Weg gesperrt.

Der Signal Hill war klasse. Dort hatten wir direkten Blick auf die Skyline von Hongkong. Wow. Was bisher nur mein Hintergrund am Mac war, sehe ich nun das erste Mal mit eigenen Augen. Bilder ersetzen eben nicht die Realität – das versuchen wir Greta nun die nächsten fünf Monate zu zeigen. Greta sagte heute springend zu uns: „Die Reise ist mega toll!“ Mich macht das glücklich, Dania auch.

Ok, kurzes Break. Greta möchte nicht schlafen…

… eine Weile später …

Wir haben es schließlich zur Avenue of Stars geschafft. Wow. Eine wirklich tolle Skyline, auch am Tag. Nur hatte ich irgendwie das Mittagessen vergessen. Seitdem wir hier sind, habe ich nicht wirklich Hunger. Keine Ahnung, woran das liegt. Aber die Mädels brauchten was, und da nichts Besseres zur Hand war, gab es für jeden eine Bubble Waffle. Greta war mega happy.

Danach haben wir einfach die Gegend erkundet und sind bei einem Regenbogenbären von LEGO hängengeblieben. Ich wäre gern noch ins K11 gegangen – eine MEGA MALL. Aber dafür war keine Energie mehr da. Wofür dann aber wieder Energie da war: der neue Spielplatz auf der anderen Straßenseite. Dort haben wir den ganzen Nachmittag verbracht und das Leben genossen. Greta hat sich einen neuen Freund zum Spielen gesucht. Es war toll zu sehen, wie mutig sie war, und dass sich ihr Einsatz am Ende bezahlt gemacht hat. Am Ende saßen die beiden auf dem Boden und unterhielten sich. Auf Englisch? Auf Deutsch? Ich weiß es nicht, aber sie war so glücklich. Und als Tang ihr dann auch noch Tschüss gesagt hat… tja, glücklicher ging nicht. Und als Tang gegangen war, konnten wir auch endlich los.

Neben unserer Unterkunft gibt es ein tolles, authentisches chinesisches Restaurant. Dort habe ich Takeaway für uns geholt. Es war so lecker, ich hätte direkt mehr holen können – obwohl ich pappsatt war. Damit ging der heutige Tag dann zu Ende. Na ja, fast… Greta hatte noch viel Redebedarf. 😊


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