Wir sind auf dem Weg nach Nara, und ich stelle fest: Es wird in den Bahnen doch gesprochen. Das ist ganz normal – ob U-Bahn oder Bahn. Im Vorfeld hatten wir über Social Media den Eindruck bekommen, dass wir das nicht dürften. Totaler Quatsch. Also, es ist wie immer besser, selbst die Erfahrung zu machen. Heute haben wir 20 Grad in Osaka bei strahlend blauem Himmel, und wir wollen mit der Bahn nach Nara. Ich persönlich habe keine großen Erwartungen an Nara. Es soll dort viele Rehe geben. Tja, Rehe eben. Aber es ist ja meist so, dass es dann ganz anders kommt. So wie gestern.
Wir waren beim Shitennoji-Kloster. Und ich dachte mir: “Hmmm, wieder ein Schrein. Ja, schön. Und dann?” – Wow. Die Anlage ist riesig. Überall riecht es nach Weihrauch, und konstant hört man Glocken läuten. Das gibt es wohl nur am 21. eines Monats. Und was war gestern? Genau, der 21. – und wir mittendrin. Zusätzlich gab es einen großen Flohmarkt und Essensstände. Diesen Ort sollte man wirklich besuchen.
Als wir in die Mainhall des Klosters wollten, durften wir allerdings nicht direkt rein. Wir mussten warten. Das war ein komisches Gefühl, denn ständig durften die Japaner passieren – wir aber nicht. Tja, und dann durften wir doch rein. Und dann war es großartig. Drei Mönche haben laut gebetet, und überall standen die Japaner andächtig drumherum. Zu sehen, wie hier die Religion gelebt wird, hat mich beeindruckt. Zur Stärkung gab es danach Süßkartoffelstücke mit Zucker und Bratnudeln. Schade, dass ich schon satt war … ich hätte dort alles probieren können.
Jetzt sind wir zurück aus Nara. Greta hat einen Sitzplatz in der Bahn ergattert. Wir sind alle geschafft. Aber dafür gab es nicht nur Rehe. Es gab Tempel über Tempel. Dieser Ausflug hat sich wirklich gelohnt – für alle. Greta war glücklich, die Rehe zu füttern. Ich hatte meinen Spaß, weil mich ein Reh direkt umgeboxt hat, als ich zu ihm auf die Knie ging, und ein anderes meinte, mir in den Po beißen zu müssen. Wunderschöne Natur und ein original japanisches Mittagessen im Garden Café. Und, und, und … Wieder war ein Tag viel zu schnell vorbei.
Was mich jedes Mal wundert: dass praktisch alle Tempelanlagen und Gärten um 17 Uhr schließen. Naja, mit der Bahn ging es dann zurück.
Mit Sake und Karaage Chicken werde ich den Abend ausklingen lassen.
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