Heute haben wir Osaka verlassen. Zehn Tage vergehen einfach viel zu schnell. Aber Greta und ich freuen uns schon auf die neue Unterkunft, denn dort soll es eine größere Badewanne geben. Ich bin gespannt. Jetzt sitze ich gerade auf einem Spielplatz in Osaka, und Greta hat schon wieder neue Freunde gefunden: Dummie und Emmi. Sie sind kleiner als Greta, dafür aber 7 und 8 Jahre alt. Auf dem Spielplatz sind so viele Kinder — Greta ist überglücklich. Mal schauen, wann wir uns auf den Weg machen. Auf jeden Fall vor der Rushhour.
Was soll ich sagen … Kyoto ist anders als erwartet. Gestern sind wir angekommen, und ich dachte: Was ist passiert? Wo bin ich? Keine Japaner in Sicht. Nur Menschen mit weißen Gesichtern. Deutsche überall. What?! Was ist mit meinem geliebten Japan passiert? Der Yasaka-Schrein, den wir nach unserem Check-in aufgesucht haben, hat es nicht besser gemacht. Ich fühlte mich wie auf dem Hamburger Hafengeburtstag. Wie konnte das sein? Aber je weiter wir uns vom Schrein entfernten, desto besser wurde es. Der Park war wieder mein Japan. Puh. Und dann der Schrein … wow, genau diese von mir geliebte Idylle. Aber es war mal wieder kurz vor fünf — tja, und um fünf Uhr schließen alle Tempel. Egal, wir rein und eine Minute vor fünf raus. Die Türen wurden direkt hinter uns geschlossen … und eine neue ging auf.
Wir haben Ali kennengelernt. Und aus einem „Könntest du ein Bild von uns machen?“ wurde ein schönes Gespräch im Sonnenuntergang. Wir haben darüber gequatscht, wie großartig Japan sei, wie wichtig Sprachen sind und wie toll das Reisen ist. Was für ein schöner Moment.
Für uns ging es dann weiter. Wir haben uns einfach treiben lassen und sind per Zufall im Geiko-Viertel gelandet. Ich habe tatsächlich auch zwei Maikos (Lehrlinge der Geikos) gesehen. Schockiert war ich allerdings, wie Touristen diesen Frauen hinterherliefen — als wollten sie Wild erlegen. Ich habe mich wirklich geschämt. Irgendwie war die Ankunft nicht ganz rund.
Dafür war der heutige Tag wunderbar. Nach dem Montreal-Effekt gestern hat mich Kyoto total gefangen. Der Weg von unserem Hotel in die City, das Wetter und die Prozession von Mönchen in der Hauptstraße — wow. Greta war mit ihrer Kamera immer dabei. Ein Mönch hat ihr gewunken, gelächelt und sich vor ihr verbeugt. Das sind diese tollen Momente. I love it!
Und dann sind wir irgendwie bei Nijo Castle angekommen. Wollte ich da hin? Nein. Wollte ich da rein? Nein. Wollte Greta? Sowas von!! Also sind wir rein, und es war toll. Ich hatte so ein beeindruckendes Anwesen bisher nicht besucht. Die Malereien, der Holzboden, der wie eine Nachtigall singt … Danke, Greta. Es lohnt sich der Besuch. Also: machen!
Für heute stand noch der Bambuswald auf dem Programm. Mir ging es hier wie mit Nara — es ist eben Bambus. Und wen treffen wir im Wald? Ali. Die Welt ist wirklich so klein. Und wieder haben wir gequatscht. Bei manchen Begegnungen passt es eben auf Anhieb. Mal sehen, ob wir uns in Tokio nochmal treffen werden. Zeitlich würde es passen … und somit steht es 1:1 für Kyoto.
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