ATM in Bukit Lawang

Tja, da stutzt ihr erstmal, oder? Was soll euch diese Überschrift sagen? Es sagt euch, das Internet irrt sich. Wir waren jetzt fünf Tage in Bukit Lawang. Ein kleines Dorf in Sumatra, wo man die Möglichkeit hat Orang Utans zu sehen in freier Wildbahn. Weil es aber angeblich keinen ATM in Bukit Lawang gibt, wurde uns geraten am Flughafen ausreichend Geld mitzunehmen. Aber leider stimmt die Aussage nicht. Es gibt Mini-ATMs, wo man gegen Gebühr ganz normal Geld bekommt. Also an alle da draußen – geht reisen und macht eure eigenen Erfahrungen. Es gibt immer eine Lösung, manchmal muss man auch einfach mal danach fragen. Wir haben von den Mini-ATMs einen Tag vor Abreise erfahren. Vorher war ich ein sehr strenger Schatzmeister.

Wir haben in Bukit Lawang eine tolle Zeit verbracht und in kurzer Zeit einiges entdeckt. Natürlich haben wir bei unserem Trek durch den Gunung Leuser Nationalpark Orang Utans gesehen. Für mich war der Moment magisch als wir eine Mutter mit ihrem Baby sehen durften. Diese Eleganz. Diese Ruhe. Wir hatten den Moment praktisch für uns ganz allein bis eine Gruppe Großwildjäger kam – Fotografen mit Objektiven, die dicker als Mein Oberarm sind. Ich werde Bukit Lawang also niemals vergessen. Wir sind durch Rubbertree gelaufen und haben Palmölplantagen gesehen. Greta hat Wasseräpfel lieben gelernt – Guapas. Aber was mich begeistert hat, überall liefen Affen rum. Ob Thomas-Leaf Monkey oder Pigtale-Makake. Ja, wirklich wunderbar. Den Park verlassen haben wir dann per Rafting über den Fluß, welcher mitten durch Bukit Lawang verläuft. Das war ein Spaß.

Man muss den Ort einfach so nehmen wie er ist, d.h. auch einfach ein paar Dinge sehen, aber sie sich nicht zu Herzen nehmen. Überall liegt Müll rum und die Einheimischen verbrennen ihren Müll direkt am Fluß. Google ist auch nicht immer ganz aktuell, aber geschenkt. Wir waren glücklich. Jeden Tag haben wir köstlich gespeist. Mein Favorit ist Semur Tempe. Ich weiss nicht wie sie es machen, aber dieser Geschmack. Ich werden ihn vermissen. Gestern habe ich fast den Teller abgeleckt, nur um den Geschmack irgendwie mit nach Hause zu nehmen.

Heute sind wir dann abgereist und es hat mich innerlich berührt. Greta lief durch den Ort zum Parkplatz und das waren 20 Minuten Fussmarsch, aber an jeder Ecke wurde sie gegrüßt und ein ‚Byebye‘ wurde ihr hinterhergerufen oder sie wurde per Highfive verabschiedet. Der Maler am Platz hat Greta zum Abschied dann noch eines seiner Bilder geschenkt. Wow. Der Wirt des Wild River meinte nur ‚See you next year!‘. Die Menschen machen diesen Ort aus und wir haben wieder viele tolle davon getroffen. Danke. Wir kommen sicherlich nochmal wieder… auch wenn die Anreise bzw. Abreise mit vier Stunden doch schon sehr lang dauert.

Aber jetzt sind wir angekommen in Kuala Lumpur und warten auf unseren Weiterflug nach Perth am Sonntag. Und irgendwie war es ganz komisch für mich hier anzukommen. Zurück in der Zivilisation, ja genau so hat es sich angefühlt. Allein der Flughafen in Indonesien war schon eine ganze andere Welt als Medan und Bukit Lawang. Kuala Lumper fühlt sich noch normaler an. Aber auf der anderen Seite höre ich jetzt auch keine Gibbons mehr, keinen rauschen Fluß oder Zikaden. Dafür habe ich aus meinem Bett eine Aussicht bis zum Flughafen von Kuala Lumpur und eine Air Condition – die hatten wir nämlich die letzten 10 Tage nicht.

Perth ich freue mich auf dich!

PS. Für Dania waren dann heut‘ am Flughafen neuen Schuhe angesagt. Die anderen Schuhe haben den Dschungel überlebt – aber sie riechen nach toter Katze. 😉


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