Mit Kool Savas auf den Ohren schreibe ich diesen Text. Die Abgeschiedenheit im Regenwald ist großartig. Der Dschungel ist so laut. Da ist es ruhiger bei Oma Grüni. Was soll ich sagen, die Parties, wo die Erwartung meist nicht gut war, wurden meist die besten. Und so ist es auch mit Sumatra. Diese Oase hier im Grünen ist wunderbar.
Nachdem uns Roy das Dorf hier vor Ort gezeigt hatte, sollte es am Nachmittag zum Fluss gehen, tja, der Regen hat uns dadurch aber einen Strich gemacht. Egal. Hat uns nicht gestört. Am nächsten Tag ging es dann in den richtigen Dschungel. Um in diesen zu kommen, mussten wir durch den Fluss waten. Auf der anderen Seite wurden unsere Schuhe, Socken und Hosen mit Tabak eingerieben. Warum? Der Tabak ist Gift für die Blutegel. Das sind lustige Gesellen. So präpariert ging es dann ins Grüne auf der Suche nach Orang-Utans. Mit Machete haben wir uns den Weg gebahnt. Wir haben einiges gelernt, aber dann schrie Greta auf einmal auf. Irgendwas würde sie am Fuß piksen. Tja, und als ich den Schuh auszog, war da ein Blutegel an Gretas Knöchel und trank glücklich. Der Wicht, welcher vorher so klein war wie ein Streichholz, war nun so dick wie der kleine Finger. Unser Guide hat ihn fachmännisch entfernt. Greta war dann unsere Dschungel-Queen. Neben dem Orang-Utan-Nest, Picknick im Dschungel … wird mir der Bloodsucker hier wohl ewig in Erinnerung bleiben. BTW, ich hatte mir dann auch noch einen Egel mit nach Hause genommen. Nach der Erfrischungsdusche meinte Greta: „Papa, wieso blutest du an der Wade?“.
Heute ging es dann wieder in den Dschungel. Wir wollten schwimmen im Fluss direkt am Nationalpark. Angeblich sollen da auch schon Orangs zum Trinken gesichtet worden sein. Wir haben keine gesehen, aber der Fluss war episch. Eine Traumwelt im Regenwald. Das Wasser war sehr angenehm nach dem Marsch durchs Grün. Und dann wackeln die Bäume. Wieder und wieder. Ein Zeichen für Affen. Es sind Thomas Leaf Monkeys. Wow. Keine 100 m entfernt. Damit war mein großer Sprung von den Klippen vergessen. Alle waren wie verzaubert. Magisch. Dann ging es heim. Ich weiß, ich habe schon oft erwähnt, dass Dania oft Glück hat. Was soll ich sagen, die Affen sind uns praktisch gefolgt. Ungelogen. Die Affen waren wieder da und zeigten uns, wie man von Baum zu Baum kommt. Einhändig. Beidhändig. Ruhig oder mit Gebrüll. Yes!
Nach diesem Monat dachte ich, das war’s. Was soll da noch kommen? Dann stehen wir in einer Plantage für Vanille. Wow. Wir dachten, es seien Bohnen. Weiter ging es durch ein Feld von Ananaspflanzen. Die findet man auch in der Ecolodge von Andrea, aber dieses Feld war was anderes. Vorbei an einer Hütte für Durian-Ernte. In dieser Hütte sitzen sie und warten, bis die Früchte allein vom Baum fallen. Von alleine!
Geendet hat der Trek dann damit, dass Roy uns einen Zimtbaum zeigte. Dieser steht direkt an unserem Haus. Wow. Mit seiner Machete hat er ein Stück der Rinde vom Baum entfernt. Ja, echter Zimt. In diesem Moment fühlte ich mich so klein. Was weiß ich überhaupt? Jeden Tag nutze ich in Hamburg Zimt für unseren Haferbrei, und dann zeigt mir Roy hier die Quelle. Der Trek heute hat mir tatsächlich besser gefallen! Es fühlte sich für mich mehr nach Dschungel an.
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