Delfine im Sonnenuntergang

Die letzten Tage haben wir ordentlich Strecke gemacht. Unser Ziel war eigentlich klar: Es sollte nach Exmouth gehen. Aber wir kennen Dania alle nur zu gut. Dania hat hin und her gerechnet. Ja, Monkey Mia sei möglich. Und so waren wir also nicht auf direktem Weg nach Exmouth. Konkret hieß das, dass wir knapp 400 km Umweg gefahren sind, um Greta Delfine zu zeigen, die angeblich sogar von Zuschauern gefüttert werden dürfen. Dazu später mehr.

Was soll ich sagen – der Umweg hat sich gelohnt, und wir hatten viel zu wenig Zeit im Gepäck. Dania sagt immer wieder, dass wir so wenig Zeit hätten – es sind ja nur fünf Monate. 😉

Aber auf dem Weg dorthin mussten wir noch am Shell Beach anhalten – ein ganzer Strand aus Muscheln! Greta und Dania wurden dort sogar für eine ABC-Produktion gefilmt. Die Ausstrahlung ist für nächstes Jahr geplant. Mal sehen, was daraus wird.

Der Campground in Monkey Mia war okay – nichts Besonderes. Naja, die Emus waren schon ziemlich süß und ziemlich aufdringlich. Aber das Café direkt am Meer war großartig. Wir konnten die Delfine einfach so im Wasser schwimmen sehen. Später entdeckten wir sogar Meeresschildkröten am Bootssteg. Wirklich toll!

Die „Dolphin Experience“ war für mich allerdings ein Reinfall. Es wird zwar viel über die Tiere erzählt, aber füttern durfte – und darf – man sie nicht (mehr). Übrigens schon seit 1994 nicht. Naja, ein bisschen veräppelt habe ich mich schon gefühlt. In der Werbung sieht man nämlich eine Frau im Bikini, die einen Delfin füttert…

Egal – wir waren trotzdem glücklich. Und dann ist es passiert: Am zweiten Abend saßen wir im Café. Ich kam gerade von der Toilette zurück, als Dania meinte, die Delfine seien gerade ganz nah am Strand gewesen und der andere Papa sei direkt losgelaufen. Ich wäre zu spät. Von wegen, dachte ich mir.

Greta auf den Arm – und dem Papa hinterher. Der stand bis zur Brust im Wasser, und die Delfine schwammen direkt um ihn herum. Wow.

Laut den Rangern soll man eigentlich nicht zu den Delfinen ins Wasser gehen. Aber es war der Moment. Und so bin auch ich mit Greta ins Meer gegangen – zu den Delfinen. Der Moment war wirklich magisch, wie diese Tiere um uns umzu (hallo Dania!) geschwommen sind. Wow.

Dann verabschiedete sich einer der Delfine mit einer Rolle und einem Flossenschlag … und zog in den Sonnenuntergang davon. Erst da habe ich richtig mitbekommen, wie viele Menschen am Strand standen.

War es richtig? Ja. Eindeutig. Beim Overlander Roadhouse habe ich später eine Werbung gesehen:

„Wenn ein Delfin zu dir kommt – dann genieß einfach den Moment.“

Und heute sitzen wir im Outback – auf der Bullara Station. Brüllende Hitze, roter Sand. Der absolute Kontrast zu Carnarvon. Der Ort war klein und wirkte offensichtlich eher arm. Aber der Campground war klasse, und wir haben Nick und Therese aus Melbourne kennengelernt – unsere Nachbarn aus Monkey Mia.

Die Station hier richtet sich eher an die wohlhabendere Camper-Fraktion. Was soll’s … wir warten auf den kühleren Nachmittag und machen dann den Sunset Hill Walk. Danach vielleicht noch ein Drink an der Bar.

Und morgen? Nur noch 45 Minuten bis Exmouth. Yes!

Vier Übernachtungen haben wir dort – und ich freu mich jetzt schon riesig.


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