Walhai Blues

Die letzten Tage waren geprägt von der Rückreise von Exmouth nach Perth. Ich rede hier von vier Stunden Autofahrt pro Tag. Aber heute sind wir in Leeman angekommen und ich finde Zeit, ein paar Zeilen zu schreiben. 

Zurück zu Exmouth. Wir haben unsere Walhaitour gemacht und ich bin heute noch immer überwältigt. Ein großartiges Erlebnis in meinem Leben. Wir wurden früh um 7 abgeholt und dann ging es zum Ningaloo Reef. Irgendwie war ich aber mit schlechtem Gewissen aufgewacht. Greta und Dania waren nur als Zuschauer auf dem Schiff dabei. Nur ich würde mit den Walhaien schwimmen. Dania hat mich aber nochmals abgeholt, dass es vollkommen ok sei. Wow.

Auf dem Schiff gab es dann erstmal Equipment und eine Sicherheitsunterweisung. Und wir sahen super aus in unseren Neos. Greta hatte auch einen Wetsuit bekommen. Und wie er dieser Neo stand. Halleluja. Surferbabe incoming. 😉

Tja, was soll ich sagen… ich war total gespannt. Es hieß dann, mal sehen, wann wir Walhaie finden, dies könne von Minuten bis Stunden dauern. Um dies zu überbrücken, erstmal ein paar Verhaltensregeln mit Walhaien. Dann merkte ich, wie sich hinter mir einer von der Crew aufbaute. Mich angrinste, zwinkerte und den Daumen hoch machte. Die anderen hatten das nicht gesehen. Mein Lächeln ging bestimmt über das ganze Gesicht. Dann fielen die Worte ‚We found a whaleshark. Get ready!‘. Es hatte also keine fünf Minuten gedauert. 

Ab diesem Zeitpunkt habe ich alle um mich herum vergessen. Ich wollte nur ins Wasser. Und YES BABY! Ich war sechsmal im Wasser und habe jedes Mal einen Walhai gesehen. Sorry, so ist das nicht richtig. 

Das erste Mal habe ich den Walhai von der Seite gesehen und wollte zu ihm runtertauchen. Habe ich mir direkt einen Anschiss abgeholt. No Diving! Upps. Egal. Es war mega. Ich war zufrieden. Glücklich. Kaum raus aus dem Wasser nach diesen bewegenden Erlebnis, ging es direkt wieder ins Wasser. YES. Und diesmal war ich direkt vor dem Walhai. Auge in Auge sozusagen. Das Maul war riesig. Dank an Freya, unser Walhai-Guide. Sie war an mir vorbeigeschwommen und hatte meinen Kopf stumpf ins Wasser gedrückt. Ich sah das Maul vor mir und dachte nur, wie komme ich auf drei Meter Abstand. Diesen sollten wir immer einhalten. Und dann schwamm dieser Koloss von sechs Metern direkt an mir vorbei. What the fuck?! Mehr konnte ich mir nicht wünschen. Aber ich sagte ja bereits mehrmals, Danias Glück färbt ab. 

So hatte ich beim nächsten Durchgang die Möglichkeit gefühlt, ganz allein mit einem Walhai zu schwimmen. Ich war einfach auf die Seite geschwommen, wo die anderen nicht waren. 

Aber haltet euch fest, es kommt noch besser. Aufeinmal Aufregung bei der Crew. Es wurden Manta Rays gesichtet. DAS war was ganz Besonderes. Diesmal wurde nicht groß gewartet. Wer Neo, Maske und Flossen am Start hatte, der ging ins Wasser. Und so ein Manta Ray ist riesig. 10 Meter Spannweite. Ein kleines Flugzeug im Wasser und verdammt schnell. Ich war so voller Adrenalin. Und dann war es vorbei. Einfach vorbei. Ja, ein tolles Bild gibt es auch und ich werde es nie vergessen. Danke, Dania. 

Wie ihr der Überschrift entnehmen könnt, bin ich seitdem ein wenig down. Exmouth war – wie … unbeschreiblich. Ich wollte direkt hierher ziehen. Hier bleiben. Hier fühlte ich mich angekommen. Und das soll es nun gewesen sein? Wieder zurück. Nein! Aber es ist nun mal so und es warten großartige Ziele auf uns mit Fidschi, Hawaii und Alaska. Aber es will nicht bei mir durchdringen. 

Morgen werden wir uns dann weiter entfernen und irgendwie Perth nähern. Und ich werde mit Greta in 10 Jahren wiederkommen und dann wird sie den Walhai nicht nur vom Schiff sehen. Greta, wir machen das!!

Und irgendwie kann Blues auch ganz schön sein, denn so weiß ich, was großartig ist!


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