Fall Colors in Kanada

Kingston ist nicht wirklich erwähnenswert. Eine große Hauptstraße, ein wenig Wasser und ziemlich viele kaputte Typen. Es gewinnt aber bei Nacht, wenn das K NGSTON-Schild leuchtet und der Tourist das fehlende „I“ sein darf.

Unser erster Kontakt mit Kingston war vielleicht nicht so glücklich. Wir hatten Tim Hortons (das kanadische Starbucks, allerdings mit interessanterer Klientel) angesteuert, um uns mit Kaffee und Internet zu versorgen. Eigentlich wollte ich Greta auch wickeln, aber der Laden war echt übel. Es gab nicht mal Stühle. Und das Umfeld war auch sehr komisch, mit einem auf den Hinterbeinen stehenden Dobermann am Eingang. OMG. Aber das Internet reichte bis ins Auto und so konnten wir ein Hotel reservieren. Zwei Tage sind wirklich mehr als ausreichend. Wir haben aber schon so tolle Städte gesehen. Sorry, Kingston.

Unser Ziel war nun klar: es sollte in den Algonquin Park gehen. Dort kann man die Fall Colors bewundern. Über den Highway 60 ist der Park bequem zu erreichen. Was sind überhaupt Fall Colors? Naja, Dania musste mir das auch erst erklären. Die Bäume werden rot… wobei werden nicht ganz richtig ist… egal, kürzen wir es ab, Kanada ist dafür berühmt und die Farben der Bäume sind wirklich spektakulär. Ein rotes Farbenspiel.

Den Park kann man über verschiedene Wege erwandern. Von leicht bis schwer. Über Stock und Stein oder über einen einfachen Schotterweg. Mit Babytrage (Danke Mum) und Kinderwagen (Danke Schwiegermutter) haben wir 5 Trails gemeistert. Mal war es 1 km oder auch mal 6 km. Und Greta schlafend mit ihren 8 kg den Mount Everest hochzutragen, war schon eine Challenge. *fg*

An dieser Stelle passt sehr gut das Thema Beikosteinführung. Vorgenommen hatten wir uns täglich frisch zu kochen, aber am Ende sind es doch Gläschen geworden. Aber auch das ist kein einfaches Unterfangen. Denn offensichtlich sind kanadische Babies kleine Schleckelmäuler. In nahezu jedem Glas oder Brei ist Apfel, Birne oder Erdbeere mit drin. Alles was eben süß ist. Das passt leider so gar nicht zu den Empfehlungen aus Deutschland. Erst Gemüse… dann Fleisch, dann Obst. Naja. Bisher haben wir noch immer was für unseren Schatz gefunden. Und an alle Mütter da draußen, dies ist die Empfehlung für Beikosteinführung in Kanada. Wir fanden es spannend.

Nun aber zurück zu den Fall Colors. Davon haben wir zahlreiche gefunden. Was wir nicht finden konnten, waren Elche. Kein einziger. Dabei gab es sogar eine Warnung, dass die Elche momentan ein wenig gefährlich seien. Sie würden Menschen verfolgen. Tja, und dann trifft man noch überall Deutsche, welche einen dann aufklären. Man sollte immer Bärenspray dabei haben oder wenigstens eine Trillerpfeife zum Schutz vor Schwarzbären. Gut, dass uns die Locals vorher informiert hatten, dass man keine Angst haben muss. Die Bären oder Elche haben eigentlich mehr Angst vor Menschen.

Nach drei Tagen ging’s dann weiter und so sind wir heute über Bracebridge in Barrie angekommen. Jetzt fordert meine Kleine Aufmerksamkeit und tja, als stolzer Papa kann ich nicht anders. Das nächste Mal mehr.


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