Mexico City hat mich umgehauen

Unsere letzten Tage in Miami waren toll. Langsam hatten wir uns an das Klima gewöhnt und sind abends nochmals los. Ich hatte meinen ersten Sloppy Joe. Boa, mega genial. Hackfleisch in Soße auf einem Brioche Burger Bun. Was wir beide nie gedacht hätten, dass Miami so spanisch ist. Tja, und jetzt sind wir im Land der Tacos.

México ist einfach anders. Das Klima viel angenehmer als in Miami. Und für mich… überwältigend. Am Flughafen angekommen, brauchte Greta erstmal eine neue Windel, aber kein Wickeltisch verfügbar. Also habe ich unsere Kleine bei der Gepäckausgabe gewickelt. Not macht erfinderisch und inzwischen wickeln wir überall. Dann brauchten wir ein Uber. Unser erster Uber Fahrer hatte uns wohl nicht gesehen, wir ihn aber. Egal, er ist ohne uns abgefahren. Pech. Beim zweiten Anlauf hat es aber geklappt. Hatte ich erwähnt, dass es eine Zeitverschiebung gibt zwischen Miami und Mexico City? Wussten wir auch nicht und so waren wir um kurz nach 8 in unserer Unterkunft. In México war es aber erst 6. Dementsprechend ging es schnell ins Bett.

Gestern waren wir beim Frida Kahlo Haus. Aber nicht drin. Die Warteschlange ging einmal ums Haus und es sollte drei Stunden dauern bis zum Eintritt. Trotzdem war der Tag klasse. Auf dem Weg zu Frida gab es Tacos. Lecker. Mit Consommé. Großartig. Eine ganz andere Welt und nicht vergleichbar mit Tacos bei uns. Sehr lecker war auch die Chilisauce. Schön scharf. Wir hatten die Spitze eines Teelöffels für drei Tacos. Der Mexicaner nimmt einen pro Taco. Hehe. Dania voll in ihrem Element. Toll.

Aber ein neuer Plan musste nun her. Dania wusste direkt wohin. Auf zum Zócalo. Ich gestehe, mir sagte das rein gar nix. Schande über mich. Uber hat uns super zum Platz gebracht. Und wer auch nicht weiß was der Zócalo ist… es ist die Mitte von Mexico City. Der größte freie Platz der Welt?! Und dort hat es mich umgehauen. Es waren soviele Menschen dort. Das habe ich noch nicht erlebt. Die Hamburger Innenstadt ist nichts dagegen. Laut ist es auch und… ja, ich musste erstmal irgendwie klarkommen. Dania lief mit einem Strahlen über den Platz und Greta war wieder im Himmel. Jeder schaute sie an. Der Platz ist toll. Der Flair. Die Menschen. Das Treiben. Ich konnte mich drauf einlassen und es war gut.

Dann allerdings nahm der Abend einen anderen Verlauf als wir ihn uns gewünscht haben. Der Himmel öffnete seine Schleusen. In gefühlten Sekunden standen die Straßen unter Wasser. Also ab nach Hause. Tja, und das war das Problem. Wir kamen nicht heim. Von 5 bis 7 haben wir vergeblich versucht ein Uber zu bekommen. Keine Chance. Die ganze Stadt war verstopft. Es kam kein Fahrer zu uns durch. Und es hat gegossen in einer Tour. Zum Glück durften wir uns in einem Kleidergeschäft unterstellen. Dania hatte die Idee die Metro zu nehmen. Wie viele Mexikaner auch… tja, und aufgrund des Unwetters fiel die Metro aus. Hier war unsere erste Feuertaufe als Eltern. Ich eher aufgeregt, um es freundlich auszudrücken, und Dania mit kühlem Kopf. Mein Goldstück hat uns dann gerettet nachdem wir die Metro wieder verlassen hatten. Auf der Suche nach einem freien Wifi für ein Uber, kam sie mit zwei Einheimischen ins Gespräch. Luis und Daniela. Zwei Engel. Sie haben über ihr Smartphone einen Hotspot für uns aufgemacht und konnten so erneut einen Versuch mit Uber starten. Diesmal erfolgreich. Wir waren alle froh als wir endlich daheim angekommen waren. Was für ein Tag.

Ohne Dania wären wir wohl nie heim gekommen. Ich liebe meine Frau einfach. Danke, dass Du mir die Welt zeigst.


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