Aber zunächst gab es Cordero mit Blick auf die Magellanstraße. Unsere Freunde aus Punta Arenas hatten es alle zum Mittag geschafft. Sogar das Fernsehen war da! Das Essen war sehr lecker und unser Cordero bestand aus drei Gängen: Rippe, Bein und Schulter. Dania wollte das Cordero am Spieß fotografieren, aber plötzlich war es weg. Dania war betrübt, daraufhin der Kellner: „Das habt ihr doch aufgegessen!“. Äh, ja.
Greta war begeistert, aber nicht von uns. Die Kellner trugen alle Mützen mit Bommeln. Sie war verliebt. Und jeder Gast flirtete mit ihr. Omas und Opas, macht euch bereit. Bei Gretas Lächeln wird echt jeder schwach. Und irgendwie fiel beim Essen die Entscheidung, dass wir nach Feuerland fahren wollen. Auf zu den Königspinguinen, der einzigen Kolonie außerhalb der Antarktis. Ich wollte eigentlich dann auch dahin… aber Dania konnte mich bremsen. 6500 EUR für eine Übernachtung mit Flug, ja ich darf auch mal träumen. Aber nicht mit Greta. Somit Feuerland.
Für uns hieß es erneut ein Auto mieten und dann mit der Fähre nach Porvenir. Judiths Geburtsort und Hauptstadt von Feuerland. Greta bekam von Judith einen Poncho zum Abschied geschenkt. Jetzt ist sie bestens ausgerüstet. Das Auto war bestellt, das Airbnb gebucht. Perfekt. Und dann kam alles ganz anders und doch irgendwie wunderschön. Wir fuhren zum Hafen in Punta Arenas, um eine Überfahrt zu buchen. Dann sah ich Danias Blick… kein Platz mehr auf der Fähre. Ufff. Sie war total betrübt. Die Schalterfrau meinte zu uns, das kommt eigentlich nie vor. Tja, tolles Nikolausgeschenk. Aber deshalb liebe ich Dania so, es wurde direkt nach einer Lösung gesucht und gefunden. Es gibt nämlich noch eine zweite Fähre. Hoch im Norden. 2 Stunden Fahrt zur Fähre und dann 2 Stunden nach Porvenir. Was soll ich sagen? Es war wie ein Wink des Schicksals. Dieser Weg der Anreise war super. Wir haben so viele Guanacos gesehen und Flamingos. Die Farben der Landschaft auf Feuerland… umwerfend. Wow.
Porvenir zu erreichen über diesen Weg, toll. Das von Dania ausgesuchte Airbnb ist klasse. Eine eigene kleine Blockhütte. Das beste allerdings war, dass unser Gastgeber am Abend nochmal vorbeikam und uns Kingcrab mit einem Pisco Sour und Champagner brachte. Der perfekte Abschluss. Und alles nur, weil wir den vermeintlichen Umweg nehmen mussten.
An dieser Stelle muss ich dann auch zugeben, dass, als ich am Hafen in Punta Arenas erfuhr, dass es keinen Platz mehr für uns gab, ich innerlich echt sauer war. Ich wollte Dania zum Sündenbock machen. Sie hätte doch gefälligst früher einen Platz reservieren können. Aber hey, ich hatte gar kein Recht sauer zu sein. Ich hätte es ja selbst planen können. Die Verantwortung abschieben und sich dann beschweren, das kann ich gar nicht leiden. Und so sagte ich zu Dania nichts. Sie sah es mir trotzdem an. Vor unserer Reise wäre ich durch die Decke gegangen wie ein HB Männchen. Und was hätte es gebracht? Nichts. Und gibt es etwas Tolleres als an der Frau zu wachsen, die ich geheiratet habe? Nein.
Und ob wir Königspinguine gefunden haben, nachdem uns bei der Autovermietung mitgeteilt wurde, dass es praktisch keine zu sehen gibt, dazu mehr beim nächsten Mal.
PS. Der Nikolaus hat mich in Punta Arenas gefunden. Tolle Leistung. 🙂








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