Womit fange ich an? Diese Frage stelle ich mir gerade und irgendwie schon den ganzen Tag. Wer mich kennt, der weiß, ich grübele gerne in meinem Kopf. Bewusst lese ich keine Nachrichten aus Europa. Die Börse nicht zu verfolgen, klappt noch nicht ganz … aber es wird besser.
Wir sind jetzt also in Japan angekommen – und es ist ganz anders als erwartet. Ob bei der Zollkontrolle, als die Zollbeamtin uns ausfragt und sich total über unsere Reise freut, oder die lieben Kofferträger in Uniform, die freudestrahlend mit Greta abklatschen wollen – alles fühlt sich besonders an.
Und dann dieses Haus! Es ist alles, was ich erwartet hatte: viel Holz, schlichte Räume und beheizte Toilettensitze. Nicht zu vergessen: die Futonbetten. Ach, es passt einfach alles, und es ist so schön ruhig hier.
Kommen wir zur Temperatur. Was habe ich mir darüber Gedanken gemacht – und Dania sicherlich auch. Ich muss sagen: Das war unbegründet. Es ist wärmer als in Hamburg, und wir haben alles an Klamotten dabei. Keine Minusgrade. Dafür drei Paar Handschuhe für Greta und zwei Paar für mich. Tja, sicher ist sicher. Man merkt, Dania und ich hatten Sorge, dass unsere Greta friert. Hierzu kann ich nur sagen: Greta ist wie Dania – sie liebt es kühl. Als wir heute im Hiroshima Memorial Peace Park waren, hat sie sich erst mal ihrer Jacke entledigt. Das wäre viel zu warm gewesen! So lief sie also mit Fuchsmütze, Thermolatzhose und ihren Elsa-Winterschuhen durch den Park.
Dania wollte sich dann noch das Peace Memorial Museum vor Ort anschauen. Das haben Greta und ich genutzt und uns alleine etwas beim 7Eleven geholt: einen Bananen-Smoothie. Mega genial! Man holt sich aus dem Kühlregal die gefrorenen Zutaten, geht zu einer Art Kaffeevollautomat, scannt den Code auf der Verpackung – und kurze Zeit später piept die Maschine: Smoothie fertig. YES! Ich durfte genau einmal probieren, von Greta gab es Doppeldaumen hoch. Besser geht nicht bei ihr.
Und falls ich es noch nicht erwähnt habe: Es ist nicht voll hier. Kein bisschen. Und die Autofahrer? Die achten wieder auf uns Fußgänger. In Hongkong war das ganz anders. Als Fußgänger galt man dort als Freiwild – die Autofahrer hatten immer Vorfahrt. Und wenn die Straße erst leer war, du rübergingst, dann aber ein Auto kam … tja, dann wurdest du eben angehupt. Hier in Hiroshima ist es ganz anders. Die Autofahrer schauen auf uns, und wir haben immer Vorrang.
Wie könnte man einen so tollen ersten Tag beenden? Genau: Wir sind essen gegangen. Denn nach der ganzen Kultur hatten wir eine Stärkung nötig. Standesgemäß waren wir heute Ramen essen. Gestern bei der Ankunft gab es zum Start erst mal Sandwiches aus dem 7Eleven um die Ecke. Und ja, die Ei-Sandwiches sind wirklich saulecker! Aber zurück zum Ramen: Mit unseren Brocken Japanisch haben wir ein wunderbares Essen bekommen – und zwar hier Ramen Yanagawa. Es gab Edamame, Chicken Gyoza, Ramen und zwei Bier. Ich sage euch: Das war „Soulfood“! Das möchte ich immer wieder essen. Für Greta gab es sogar Kinderbesteck – Stäbchen mit Löffel und Gabel. Ich kann nur sagen: Es war einfach toll.
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