Heute ist Sonntag. Und was machen Familien am Sonntag? Genau — sie sitzen zusammen am Küchentisch und basteln. Genau das machen wir auch. Nur eben in Osaka. Genau: Osaka! Die erste Hauptstadt Japans. Nach einer Nacht in einem wundervoll großartigen Bett mit einer riesigen Bettdecke schreibe ich nun tagsüber einen Text, während meine beiden am Küchentisch basteln. Greta und ich waren schon Frühstück holen bei 7-Eleven, und sie hat sogar schon gebadet.
Unser Plan für heute? Wir machen einfach mal gar nichts.
Aber ihr kennt uns — und damit wisst ihr auch, das wird nichts. Wir haben nämlich schon den Plan gefasst, in die Einkaufspassage zu gehen und uns ein Geschäft voller Gacha-Automaten anzusehen. Vielleicht auch nicht nur ansehen. Greta wird bestimmt etwas für sich finden.
Wie ihr schon bemerkt habt: Dania hat den einen oder anderen Artikel hier verfasst. Ich bin aktuell eher dabei, mich zu finden. Was möchte ich überhaupt schreiben? Warum verbraucht mein iPhone so viel Datenvolumen? Und hey — warum ist Japan einfach so verdammt sauber und organisiert?
Alle Menschen, die wir getroffen haben, sind freundlich und hilfsbereit. Ob am Ticketschalter beim Shinkansen, im Supermarkt, bei 7-Eleven oder oder oder … Selbst in der vollen U-Bahn und im Bus in Osaka hat niemand gedrängelt oder gemeckert. Alle haben aufeinander geachtet. Wow.
Spielplätze, Himeji und neue Freunde
Dania schrieb schon etwas über Himeji. Ich habe für mich mitgenommen: Wir waren dort viel zu kurz. Und wie so oft haben wir viel Zeit auf Spielplätzen verbracht. Vom Bahnhof zu unserer Unterkunft haben wir gleich vier Stück mitgenommen. Der beste Moment für mich? Als Greta auf dem letzten Spielplatz mit den einheimischen Mädchen gespielt hat. Sie haben sie sofort in die Gruppe aufgenommen. Sie waren acht Jahre alt — das hat aber keinen Unterschied gemacht. Sie waren eine Crew.
Greta? Sie konnte natürlich erst gehen, als ihre Crew ging. Es war schon dunkel, als wir zurückkamen. Greta meinte dann nur: “Gut, dass ich Englisch kann — das hat mir geholfen. Ich muss aber besser Englisch können.”
Und nun kommt Greta gerade zu mir und meint, wir müssen los. Ja, das ist unsere Greta. 🙂
Gacha, Shopping und Teletubbies auf Speed
Fünf Stunden später sieht die Welt ganz anders aus. Wow. Das war eine Erfahrung!
Diese Gacha-Welt ist eine eigene Welt. Wahnsinn. So viel Kleinkram, und die Menschen versenken ihr Geld in diese Automaten. Mich hat das nicht abgeholt, aber Japaner und Greta sind sich einig: Es ist toll. Und Oma Grüni, ich habe sogar einen Automaten für Barth gefunden.
Unterwegs sind wir direkt in die Shinsaibashi-Suji Shopping Street geraten. Hier war es voll. Mensch an Mensch — und trotzdem war niemand gestresst, und man musste keine Angst haben. Japan fühlt sich einfach so verdammt sicher an.
Wir haben uns treiben lassen und sind bei BIG STEP gelandet. Dort haben wir japanische Live-Musik gehört. Anders — aber irgendwie unterhaltsam. Die zweite Band wirkte auf mich wie die Teletubbies auf Speed. Aber auch die waren lustig. Aber die Toiletten im BIG STEP – Wahnsinn. Alles total verspiegelt.
Fried Chicken, Käsepfannkuchen und Sashimi
Zwischendurch haben wir uns mit Fried Chicken und Käsepfannkuchen gestärkt. Ach, das Essen hier ist einfach der Wahnsinn. Ich würde am liebsten alles probieren.
Jetzt sitzen wir wieder am Küchentisch. Dania stickert, Greta malt in ihrem neuen Frozen-Malblock. Im Kühlschrank wartet unser Abendbrot auf uns. Dania hat uns den Supermarkt von gestern gezeigt. Holy-Guacamoly! Unsere Supermärkte können sich echt gehackt legen. Alles sieht lecker aus und ist so bunt. Eigentlich waren wir schon fertig mit dem Abendessen, da habe ich noch Sashimi entdeckt. Ich war mir nicht sicher und habe einen Mitarbeiter gefragt. Er war total hilfsbereit und hat mir per Handy übersetzt, dass es Thunfisch ist und man ihn roh essen kann.
Diese Hilfsbereitschaft meinte ich zu Beginn. Ganz toll. Greta hat dann kurz angemerkt, dass sie lieber Lachs hätte. Also haben wir jetzt auch noch Lachs-Sashimi im Kühlschrank. Das wird ein Fest.
Zu guter Letzt – es hat den ganzen Tag geregnet. Hat es uns oder Japaner gestört? Nein, niemand. Dafür Tausende von Regenschirmen – und diese waren zu 98% durchsichtig. Wir waren wohl tatsächlich die einzigen Menschen ohne Regenschirm. Hach, ich liebe dieses Land.
Und wow, der Kleidungsstil: Leben hier ‚kälteresistente‘ Frauen mit eingebauter Heizung? Sie laufen bei 10 Grad, gefühlt wie 4 Grad, und fisseligem Dauerregen, mit Mini-Rock und ohne Strumpfhose rum. Ich dachte erst, das sei eine Ausnahme… aber sie laufen überall so rum. Es ist in Osaka wirklich so anders als in Himeji. Aber München ist eben auch so anders als Hamburg. Und Susi, sind das ausreichend Bilder?
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Ihr müsst unbedingt Okonomiyaki in Osaka probieren. Viel Spaß weiterhin.
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Das haben wir heute gemacht 🙂 War sehr lecker!
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TippiToppi
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