Wir haben unsere letzte Stadt in Vietnam erreicht. Von Hoi An ging es mit einem privaten Auto nach Hué. Der Abschied ist uns allen ein wenig schwergefallen. Wir hatten uns wirklich gut eingelebt in unserem Homestay. Ich habe am letzten Abend in Hoi An sogar noch neue Ecken entdeckt, als ich Essen holen war. Tja, aber was sollen wir machen – irgendwie müssen wir ja nach Schönhagen kommen. Die Fahrt hatte ich mir anstrengender vorgestellt, als die drei Stunden am Ende tatsächlich waren. Wir hatten wirklich gute Stopps. Einer davon war an einem vietnamesischen „Roadhouse“. Dort lagen wir in Hängematten, hatten Cà phê sữa und eine Kokosnuss. Ich bekomme einfach nicht genug von diesem Milchkaffee.
Aber bei der Fahrt hat sich mal wieder gezeigt: Ein Guide ist nicht immer verkehrt – auch wenn wir es immer ohne probieren. Dadurch haben wir Bánh Lọc kennengelernt – Garnele mit Schale, Schweinebauch und Tapiokawurzel, in Blättern gebacken. Dazu eine Knoblauch-Chili-Fischsauce. Das war wirklich lecker. Die zweite Leckerei gab es später, als wir den von Dania heiß ersehnten Friedhof „City of Ghosts“ wieder verlassen hatten. Im An-Bang-Friedhof gibt es Gräber, so groß wie (bzw. größer als) Häuser – richtige Monumente, eher schon Kunstwerke. Und da wir bei 40 Grad vom Friedhof Richtung Hué starteten, brauchten wir erstmal eine Abkühlung. Also hielt unser Fahrer am Straßenrand bei einem Stand und kaufte eine Frucht zur Erfrischung. Es war eine Mischung aus Melone und Gurke – saulecker. Und es hat Greta dermaßen abgekühlt. Super! Ich konnte mir den Namen leider nicht merken – irgendwas wie „Ua“. Aber dann hört es auch schon wieder auf.
Zu Hué kann ich noch nicht wirklich viel sagen. Nachdem wir unseren ersten Abend auf der Rooftop-Bar verbracht haben, sind wir heute früh von unserem Gastgeber zum Frühstück eingeladen worden. Es gab Suppe und danach … na? Richtig: Cà phê sữa in der Imperial City von Hué. Für Greta gab es Erdbeer-Milchshake. Unser Host meinte dann mehrmals, dass sieben Tage in Hué schon wirklich lang seien – das stört uns aber nicht. Und nach knapp zwei Stunden haben wir dann gedacht, dass wir das Café mal verlassen müssten. Aber nicht, bevor wir unserem Host noch erzählt und gezeigt hatten, was Greta am Abend zuvor gemacht hat. Vor unserer Haustür ist nämlich eine Promenade direkt am Parfümfluss. Ja, genau: Wir wohnen zwischen dem Parfümfluss und dem Imperialen Palast. Wow. Danke, danke!
Aber zurück zu Greta: Auf dieser Promenade werden elektrische Go-Karts vermietet. Und die gehen ab wie Schmitz’ Katze – dabei leuchten sie wie ein Christbaum oder ein kleiner Mini-Dom. Greta ist mit Vollkaracho über den Platz gedüst! Zum Glück war entweder Dania oder ich Beifahrer, sodass wir zwischendurch eingreifen konnten…
Nach dem Frühstück und dem Kaffee ging es dann in eine Mall. Das war mal ein Kulturschock. Ich kann es nicht in Worte fassen, aber diese Mall wirkt, als wäre sie direkt aus Europa hierher gebeamt worden. So stelle ich mir das Westfield vor. Es war wirklich krass. Alles da – und die Restaurants! Sehr stylisch gestaltet, und jeder Mitarbeiter hat gegrüßt und sich verneigt. Natürlich haben die Mädels auch direkt bei H&M und Uniqlo etwas gefunden. Aber das war wirklich ein Erlebnis – für uns, denn sonst war gefühlt niemand da.
Wir haben ein Mädchen gesehen, das hatte panische Angst vor der Rolltreppe. Andere fuhren Rolltreppe und Fahrstuhl als wäre es ein Happening. Tja, das war wirklich eine andere Welt. Die Mall hat uns gut über die knallheiße Mittagszeit gebracht.
Und ratet mal, was wir danach gemacht haben? Genau: Greta durfte nochmal Go-Kart fahren und ich habe Essen geholt. Und, und, und …
Ich denke, ich werde Vietnam irgendwie dann doch vermissen. Der Start war holprig nach Japan, aber die Menschen hier sind so herzlich – und das Essen so gut. An die Temperaturen habe ich mich inzwischen gewöhnt. Jetzt brauche ich nur noch ein Motorbike.
PS. Auf dem Bild mit der Häusermeile könnt ihr unsere neue Unterkunft sehen. Wir haben vier Etagen für uns ganz allein. Yes! Ein ganzes Haus nur für uns.
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